Test – E Hand Schweissen

E-Hand

Lichtbogenhandschweißen (E; 111)


Beschreibung:

Der Lichtbogen brennt zwischen einer umhüllten abschmelzenden Stabelektrode und dem Werkstück. Der Lichtbogen und das flüssige Schweißgut werden vor dem Zutritt der Luft in das sich bildende Schutzgas und einer Schlacke geschützt.

Stromquellen:

Gleich- und Wechselstrom, fallende Kennlinie

Stabelektroden:

nach DIN EN ISO 2560 (für unlegierte Stähle und Feinkornbaustähle)

Aufgaben der Umhüllung sind:

– Leitfähigkeit der Lichtbogenstrecke verbessern
– Bilden von Schlacke (Nahtformung, Schweißnaht abdecken)
– Bilden eines Schutzgases
– Desoxidierende und teilweise auflegierende Wirkung

Anwendung:

Vielseitig anwendbar, in allen Schweißpositionen bei einfacher Gerätetechnik und Zusatzwerkstoffen. Sehr verbreitetes Schweißverfahren im Stahlbau, Maschinen- und Apparatebau, Fahrzeugbau und für Reparaturen auch sehr gut unter Montagebedingungen und im Freien.

Blechdicken:

ab 1,5mm

Wissenstest – Lichtbogenhandschweissen

Test – Brennschneiden

Brennschneiden

Brennschneiden mit der Acetylen-Sauerstoffflamme


Beschreibung:

Die Heizflamme (Vorwärmflamme), erwärmt die Oberfläche des zu trennenden Werkstückes lokal begrenzt auf Zündtemperatur, welche bei Baustahl zwischen 1150 und 1250 °C liegt.
Anschließend verbrennt der Werkstoff mit dem zugeblasenen Sauerstoff (Schneidsauerstoff).
Bei Stahl reagiert das Eisen mit dem Sauerstoff zu dünnflüssigem Eisenoxid, das als Schlacke bezeichnet wird. Die Schlacke und etwa 20 % des flüssigen Eisens werden durch die kinetische Energie des Schneidsauerstoffs ausgeblasen.
Der Schneidsauerstoffstrahl hat demnach einerseits die Aufgabe, den für die Verbrennung nötigen Sauerstoff bereitzustellen und andererseits, die entstehende Schlacke auszublasen.
Durch die bei der Verbrennung freiwerdende Wärme werden auch die darunterliegenden Werkstoffschichten auf Zündtemperatur erhitzt und durch den Sauerstoffstrahl verbrannt.
In die Tiefe setzt sich der Prozess daher ohne Hilfe der Heizflamme fort, diese ist nur nötig für die Bewegung in Schnittrichtung, um die Oberseite des Werkstücks auf Zündtemperatur zu erhitzen.

Werkstoffe:

un- und niedriglegierte Stähle und Titan

Blechdicken:

zwischen 2 mm und bis zu 3 Metern; üblich sind jedoch Dicken zwischen 10 mm und 300 mm.

Wissenstest – Brennschneiden

Test – Autogenschweissen

Autogen

Gasschweißen mit Acetylen-Sauerstoffflamme (G; 311)


Beschreibung:

Acetylen und Sauerstoff werden aus Stahlflaschen oder Ringleitungen entnommen und über Druckminderer und Schläuche einem Schweißbrenner zugeführt.
Durch die bei der Verbrennung des Gasgemisches entstehende Schweißflamme werden Grundwerkstoff und Schweißstab miteinander verschmolzen.

Schweißstäbe:

siehe EN 12536

Anwendungsbereich:

Verbindungsschweißen in allen Positionen insbesondere im Rohrleitungsbau, Installationsbereich, in derInstandsetzung und Auftragschweissen.
Verbindungsschweißen im Heizungsbau, Rohrleitungsbau, Fahrzeugbau, Reparaturschweißen aller Schweißpositionen außer Fallnaht.
Hauptsächlich zum Verbinden von Rohren und Blechen aus unlegiertem und niedrig legiertem Stahl.

Blechdicke:

ab ca. 0,8 mm bis 6 mm

Schweissrichtung:

Bis 3mm Blechstärke = Nachlinksschweissen
Ab 3mm Blechstärke = Nachrechtsschweissen

Werkstoffe:

unlegierter und niedrig legierter Stahl, NE-Metalle, Gusseisen

Wissenstest – Autogenschweissen

Test – WIG

WIG

Wolframinnertgasschweißen (WIG; 141)


Beschreibung:

Ein Lichtbogen brennt zwischen einer nichtabschmelzenden Wolfram-Elektrode und dem Werkstück in einem inerten Schutzgasmantel. Der Schweißstab wird stromlos abgeschmolzen. Die Schweißstabzufuhr erfolgt manuell oder mechanisch.

Stromquelle:

Gleich- und Wechselstrom mit fallender Kennlinie. WIG-Schweißgerät mit HF-Zündung und zusätzlichen Steuerfunktionen.

Wolframelektroden:

nach DIN EN ISO 6848

Schutzgase:

Argon, Helium, Wasserstoff und Formiergas nach DIN EN ISO 14175

Schweißstäbe:

für unlegierte Stähle und Feinkornbaustähle nach DIN EN ISO 636

Anwendung:

Fast alle Metalle schweißbar, Verbindungsschweissen in alle Schweißpositionen.
Hauptsächlich für Qualitätsschweißungen im Rohrleitungs-, Kessel-, Behälter- und Reaktorbau, Maschinenbau, Flugzeugbau, Raumfahrt, auch Auftragschweißen.

Blechdicken:

von 0,2mm bis 6 mm Werkstückdicke (aus wirtschaftlichen Gründen)

Wissenstest – WIG

Test – MAG/MIG

MAG/MIG

Metall-Schutzgasschweißen (MSG; MIG 131/MAG 135)


Beschreibung:

Eine endlose Drahtelektrode wird von einer Drahtfördereinrichtung dem Lichtbogen zugeführt und unter einem Schutzgasmantel aus einem inerten Gas (MIG) oder einem Aktivgas (MAG) abgeschmolzen.
Die Stromquelle verfügt über eine flache Belastungskennlinie und spezielle Schweißeigenschaften. Es können sich in Abhängigkeit von der Schweißstromstärke verschiedene Lichtbogenformen ausbilden.
Das Impulsschweißen bringt Vorteile beim Verschweißen von Al- und CrNi-Werkstoffen.

Drahtelektroden:

nach DIN EN ISO 14341 für unlegierte Stähle und Feinkornbaustähle (z. B. G3Si1 oder G4Si1)

Schutzgase:

nach DIN EN ISO 14175 z. B. Mischgas M21 (82 % Ar + 18 % Co²)

Anwendung:

Verbindungsschweissen in allen Positionen z.B. im Stahl-, Behälter- und Brückenbau, Auftragschweißen.
Verbindungsschweissen von unlegierten, niedrig legierten und hoch legierten Stahl, mit aktiven Gasen wie Kohlendioxid, Mischgase. Nichteisenmetalle werden mit inerten Schutzgasen (Argon, Helium) verschweisst.

Blechdicken:

ab 0,5 mm

Wissenstest – MAG/MIG